
In einem von Schneider et al. in Bolivien durchgeführten Langzeit-Feldversuch wurden Kakao-Monokulturen und Agroforstsysteme sowohl unter konventioneller als auch unter ökologischer Bewirtschaftung verglichen.
Die Studie ergab, dass konventionelle Monokulturen zwar anfänglich die höchsten Kakaoerträge erbrachten, Agroforstsysteme jedoch die Gesamterträge der Monokulturen deutlich übertrafen, wenn man alle vermarktbaren Produkte wie Bananen und andere Begleitkulturen berücksichtigt. Die ökologische Bewirtschaftung führte zu niedrigeren Kakaoerträgen im Vergleich zu konventionellen Verfahren, insbesondere bei Monokulturen. In Agroforstsystemen war der Ertragsunterschied zwischen ökologischer und konventioneller Bewirtschaftung jedoch weniger ausgeprägt und statistisch nicht signifikant.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Agroforstsysteme, insbesondere wenn sie ökologisch bewirtschaftet werden, die lokale Ernährungssicherheit verbessern und den Kleinbauern diversifizierte Einkommensquellen bieten können. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, gute landwirtschaftliche Praktiken für die ökologische Kakaoproduktion zu entwickeln, um die Erträge und die Nachhaltigkeit zu optimieren, und hebt die Agroforstwirtschaft als eine praktikable Option für Kleinbauern hervor, die ökologische und wirtschaftliche Vorteile anstreben.