Das Projekt "Farming Systems Comparison in the Tropics" (SysCom) ist eine Initiative, die verschiedene landwirtschaftliche Systeme vergleicht, um ihre Nachhaltigkeit zu bewerten. SysCom ist ein langfristiges Forschungsprojekt unter der Leitung des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Zusammenarbeit mit der ECOTOP-Stiftung, PIAF - EL CEIBO und dem Instituto de Ecología - Universidad Mayor de San Andres (UMSA).
Dieses Forschungsprojekt ist Teil eines internationalen Langzeitforschungsprojekts mit Versuchen in Indien und Kenia.
Mit dem bolivianischen Versuch sollen die langfristigen Auswirkungen und Vorteile verschiedener landwirtschaftlicher Bewirtschaftungssysteme für Kakao bewertet werden (Theobroma cacao) Produktion und Bodeneigenschaften. ECOTOP ist für die Gesamtleitung des Projekts sowie für die agronomische Verwaltung der agroforstlichen Maßnahmen zuständig.
Das SysCom-Projekt in Bolivien (Sara Ana) ist die größte und wichtigste Kakao-Forschungsinitiative weltweit. Es liefert entscheidende Erkenntnisse über nachhaltige Anbaumethoden und deren Auswirkungen auf die ökologische Widerstandsfähigkeit, die Lebensgrundlage der Landwirte und die Eindämmung des Klimawandels.
Das im Herzen Boliviens gelegene Centro Sara Ana dient als internationales Schulungszentrum, in dem Wissen und Praxis aufeinander treffen. Jedes Jahr kommen mehr als 1.000 Besucher - darunter Landwirte, Forscher, Wissenschaftler, Studenten, Schulen, politische Behörden und Organisationen - aus der ganzen Welt, um Einblicke in regenerative Landwirtschaft, Agroforstsysteme und ökologische Forschung zu gewinnen.
Als wichtiger Bezugspunkt für angewandte Forschung und Innovation überbrückt das Zentrum die Kluft zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und realen landwirtschaftlichen Lösungen. Die Teilnehmer nehmen an praktischen Schulungen, Feldvorführungen und von Experten geleiteten Diskussionen teil und lernen dabei direkt aus der bahnbrechenden Forschung und der erfolgreichen Umsetzung der dynamischen Agroforstwirtschaft (DAF) und nachhaltiger Landnutzungspraktiken.
Durch seine engen Verbindungen zu wissenschaftlichen Einrichtungen, Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und landwirtschaftlichen Gemeinschaften fördert das Centro Sara Ana den Austausch von Ideen, Methoden und Erfahrungen und treibt so den weltweiten Übergang zu nachhaltigeren und produktiveren landwirtschaftlichen Systemen voran.